Stupsi

kam am 27.03.2002 zusammen mit seiner Mama sowie zwölf Geschwistern und Halbgeschwistern zu uns. Er war, wie alle seine Geschwister, von einer ausgesetzten Mama in einem Garten geboren worden. Dessen Besitzerin sorgte zwar liebevoll für alle Katzen, machte sich aber keinerlei Gedanken um die Kastration der Katzen. So kam es, daß wir, als wir von der Stelle erfuhren, erst mal drei komplette Würfe vermittelten und uns gleichzeitig darum kümmerten, die erwachsenen Tiere - unter ihnen auch Stupsi - einzufangen und kastrieren zu lassen. Scheu waren alle geblieben. Wir haben sehr lange versucht, draußen etwas zu erreichen, aber die Gartenbesitzerin hat unsere Bemühungen immer wieder unterlaufen. Mal war das falsche Tier angeblich in der Falle, mal war es ein Jungtier, mal ging kein Tier in die Falle, es war haarsträubend. Dann, an einem Sonntag, telefonierte ich mit der Dame und machte ihr unmißverständlich klar, daß ich die Faxen dicke hätte und sie, falls wir nicht am darauffolgenden Montag mit mehreren Fallen gleichzeitig fangen dürften, sie mit dem Problem alleine ließe und auf gar keinen Fall noch einmal Babies zur Vermittlung übernehmen würden. Sehr zögerlich gab sie meinem Drängen nach.

Am Montagmorgen, gegen 7.30 Uhr, rief mich die mit ihr lebende Tochter an und meinte, wir könnten leider nicht fangen. Ich klebte recht schnell unter der Decke, aber dann sagte sie mir, die Mutter sei am Morgen tot in ihrem Bett aufgefunden worden, und nun habe sie wirklich andere Sorgen, als sich um die 14 Katzen zu kümmern. Oh jeh, was tun? Es dauerte nicht lange, da kam dann der nächste Anruf: Die Katzen müßten alle (!!!!) innerhalb der nächsten Woche weg. Sie, die Tochter, könne das Haus nicht halten, müsse ausziehen und niemand würde die Katzen dann versorgen. So zogen innerhalb weniger Tage alle 14 Tiere bei uns ein. Nach Kastration, Bluttest, Entwurmung und Imfpung konnten vier von ihnen tatsächlich vermittelt werden, aber alle anderen blieben bei uns, weil sie sich niemals anfassen lassen wollten und kein Mensch offenbar Lust hatte, sich damit zu befassen, aus diesen Tieren Weggefährten zu machen, ihnen also Mut und Zuversicht zu geben. Also blieben sie bei uns, lebten froh und munter in der großen Meute und gingen im Laufe der Jahre einer nach dem anderen über die Regenbogenbrücke.

Inzwischen leben nur noch Mausi und eben Stupsi. Da sie sich offenbar bei uns sehr wohl fühlen, sollen sie auch ihre restlichen Jahre noch hier verbringen. Stupsi kann man immerhin manchmal streicheln, Mausi nie.

Es wäre schön, wenn Stupsi Paten bekäme, die sich auch aus der Ferne um sein Schicksal sorgen und ein wenig zu seinem Lebensunterhalt und den Tierarztkosten beitragen möchten.

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