Romeo im Oktober 2014

 

Romeo

kam im Oktober 2010 im Alter von gut 9 Jahren zu uns.

Seine Geschichte klingt abenteuerlich. Zugelaufen als junger höchstens einjähriger Bursche wurde er zwar kastriert, aber ansonsten genoß er keinerlei tierärztliche Versorgung. Statt dessen wurde er rund und fett gefüttert. Das rächte sich dann im Jahre 2010, als er aufgrund seiner Verfettung und eines inzwischen aufgetretenen Rückenleides nicht mal mehr auf einen Stuhl springen konnte. Das war dann auch das Ende seiner Zeit bei seinen Leuten. Die besannen sich darauf, dass er ja eigentlich gar nicht ihre Katze sei, er sei ja nur zugelaufen (8 Jahre zuvor!). Dass er jetzt nicht mehr zum schmusen auf den Schoß springen konnte, ging einfach nicht an. Also wurde eine Nachbarin gebeten, ihn zur Euthanasie zum Tierarzt zu bringen, man wolle ihn schließlich nicht quälen.

Die Praxis rief uns dann an, und ich flog quasi dorthin. Es wurde ein Röntgenbild gemacht, die dringend notwendige Rundumblutprobe, der Test auf die drei bösen Infektionskrankheiten, er wurde entwurmt und auf Diät gesetzt, allerdings mit einem zusätzlichen Schmerzmittel für seinen arg angeschlagenen Rücken.

Es kam, Gott sei Dank, so, wie wir gehofft hatten: Er nahm allmählich ab, bewegte sich in der großen Meute sehr viel, musste manchmal auch richtig Gas geben, wenn einer der dominanten Kater das Messer geschliffen hatte und ein Opfer suchte, und er wurde von Tag zu Tag beweglicher. Das ist jetzt fast 4 Jahre her, und Romeo ist ein rundum zufriedener, glücklicher und gerne jederzeit verschmuster Kater, der bereits nach einem halben Jahr keinerlei Schmerzmittel mehr benötigte.

Vermittlung? Na ja, das Problem kennen wir auch: das Alter und die dann halt doch immer mal wieder zu befürchtenden Tierarztkosten? Nein danke!

Also blieb und bleibt er bei uns. Er ist ja auch ein besonders bescheidener und dankbarer Schatz. Wir hoffen, es liegen noch einige schöne Jahre vor ihm. Paten wären allerdings keine so schlechte Sache, denn die letzthin erforderliche Zahnsanierung hat schon ein arges Loch in unsere Kasse gerissen. Es ist halt keine wirklich preisgünstige Sache, wenn man ein Altersheim für Katzen unterhält, da sind Tierarztkosten eben vorprogrammiert.

 

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